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So schreibe ich in meine Hefte

Struktur und Ordnung ist mir wichtig. Das wissen meine Schülerinnen und Schüler. Obwohl wir seit der 1. Klasse daran arbeiten, lassen manche Hefteinträge trotzdem zu wünschen übrig. Deshalb ist das Gestalten eines ordentlichen Hefteintrages jedes Jahr wieder ein Thema, das geübt werden muss. Längst habe ich meine "10 Gebote" verschriftlicht, damit die Kinder die Anforderungen ins Heft kleben und ständig vor Augen haben.

Und so sieht bei uns ein ordentlicher Hefteintrag im Formati Schreibheft aus:

  1. Ich beginne den Eintrag rechts oben, mit dem Datum.
  2. In die erste Zeile schreibe ich die Überschrift mit Farbe.
  3. Danach lasse ich eine Zeile frei.
  4. Ich schreibe mir meiner Füllfeder langsam und leserlich.
  5. Ich schreibe nicht über die Zeile hinaus, sondern trenne rechtzeitig.
  6. Wichtige Wörter unterstreiche ich genau mit Lineal und Farbstift.
  7. Arbeitsblätter schneide ich zurecht und klebe sie ordentlich ein.
  8. Wenn ich fertig bin, kontrolliere ich nochmal alle geschriebenen Wörter. Wenn ich ein Wort nicht mehr mit dem Tintenkiller korrigieren kann, streiche ich das Wort sauber durch und schreibe es nochmal.
  9. Mit Farben kann ich meinen Hefteintrag zum Schluss noch verschönern.
  10. Wenn ich mit meinem Hefteintrag zufrieden bin, gebe ich das Heft ab.

Meine Vorlage mit allen wichtigen Regeln für einen ordentlichen Hefteintrag kannst du dir hier kostenlos downloaden: So schreibe ich in meine Hefte

Die 10 Tipps sind für die Kinder eine große Hilfe und jedes Jahr wiederholen wir, wie ein guter Hefteintrag gelingt und gestalten dazu passend eine Heftseite.

Wir achten auf unsere Umwelt, deshalb gibt es nicht jedes Jahr zu Schulbeginn neue Hefte, wenn noch genug Platz in den alten Heften ist. Außerdem ist es sehr schön die Entwicklung der Kinder zu beobachten und immer wieder nach vorne zu blättern, um  zu sehen, wie der Schreiblernprozess bei ihnen begonnen hat.

Das S.2 Schreibheft

Wir schreiben seit der ersten Klasse in den Formati S.2 Schreibheften. Auf den Doppelseiten sind genug Zeilen, die jeweils in 3 Teile unterteilt sind: Der Grundlinienstrich istverstärkt und durch einen kleinen Punkt am Beginn der Zeile markiert. Die beiden anderen sind die Hilfslinien um die Ober- und Unterkante der Buchstaben zu markieren. Ich finde diese Zeilen gerade für das Schreiben Lernen sehr praktisch und auch die Kinder haben sich schnell im Heft zurechtgefunden.

Wo wohnen die Buchstaben?

Die Unterteilungen der Zeilen bekommen gleich zu Beginn des Schuljahres Namen. Wie bei einem Haus ist ganz oben die Dachzeile. Hier kommen die großen Buchstaben hin und auch ein paar Kleinbuchstaben sind so groß gewachsen, dass sie bis in das Dach schauen. In der Mitte ist die Wohnzeile, die wichtigste Zeile im Zeilenhaus. Hier wohnen nämlich alle Buchstaben, große  und auch kleine. Dann gibt es noch ganz unten die Kellerzeile, ein paar Buchstaben leben in der Wohnzeile und sind bis in den Keller gepurzelt.

Am Buchstabentag in der 1. Klasse haben wir zu Beginn nicht nur die Schreibrichtung der Buchstaben besprochen, sondern auch wo in der Zeile der neue Buchstabe wohnt. Was mich begeistert ist, dass es auch in den ersten Wochen, in denen geschrieben wurde, kaum fliegende Buchstaben gab. Es saßen fast alle von Anfang an richtig auf der Zeile.

Mittlerweile schreiben wir bereits die ersten Sätze in Schreibschrift in unsere Hefte. Auch hier ist die Unterteilung der Zeilen, die die Kinder bereits sehr gut kennen, von Vorteil. Es ist schnell klar, wo die Buchstaben wohnen und auch die Kleinbuchstaben mit den ungewohnten neuen Schwüngen werden nicht versehentlich zu groß.

 

In den letzten Wochen haben die Kinder den Großteil der Deutschstunden damit verbracht, neue Buchstaben in Schreibschrift kennenzulernen und zu üben. Es bereitet den Kindern sehr große Freude diese Schriftart zu lernen und die neuen Buchstaben zu schreiben. Zum Schreiben der Buchstaben bzw. Sätze verwenden wir das Formati s.3 Heft.

Gleich von Beginn an haben die Kinder Buchstaben, Wörter oder später Sätze, mit Bleistift und anschließend mit Faserstift geschrieben. Damit sollen sie sich auch über die unterschiedlichen Schreibweisen bewusst werden.

Die Motivation schön zu schreiben stieg mit dem Tag, als die Kinder das erste Mal den Faserstift verwenden durften. Da dieser Stift nicht ausradiert werden kann, bemühen sich die Kinder mit diesem Schreibgerät besonders schön zu schreiben. Falsch geschriebene Wörter oder Buchstaben werden durchgestrichen.

 

 

Derzeit arbeiten die Kinder gerade an ihrem Füllfeder-Diplom und sobald sie damit fertig sind, dürfen sie Bleistift und Faserstift gegen die Füllfeder tauschen.

 

Auch wenn für uns Erwachsene viele Dinge schon selbstverständlich sind, dürfen wir nicht vergessen, dass auch Einzahl und Mehrzahl einmal gelernt werden muss. Mit dem Schreiben S.2 war das Erarbeiten von Einzahl- und Mehrzahlbegriffen für die Kinder meiner Klasse leicht verständlich.

Jedes Kind zog eine meiner vorgefertigten Karte mit einem Begriff darauf. Einige Kinder hatten eine Karte mit einem Nomen in der Mehrzahl und einige Kinder hatten eine Karte mit einem Nomen in der Einzahl.

Das erste Kind las seinen Begriff vor und das Kind mit dem passenden Partner musste aufstehen und sich dazu stellen. Die Bewegung und der Spaß am Lernen lockerte die Übung etwas auf und die Kinder waren voller Elan bei der Sache. Übungen, die auch den Bewegungsdrang der Schüler und Schülerinnen miteinbeziehen kommen bei den Kindern natürlich immer sehr gut an!

Sobald alle Kinder ihren Wortpartner gefunden hatten, wurden die Wortpaare von mir an die Tafel geschrieben. Danach durften die Kinder die Wortpaare in das Heft schreiben. Das Abschreiben von der Tafel gelingt den meisten Kindern schon sehr gut.

 

 

 

 

Darf ich vorstellen: Meine Formati Abschreibbox!

Wie wurde die Abschreibbox hergestellt?

Ich habe leere Seiten aus Formati-Heften herausgeschnitten und damit Wort-und Satzkarten erstellt.

Welche Hefte verwende ich im Deutschunterricht?

Ich unterrichte eine 1.-3. Mehrjahrgangsklasse, d.h. meine Klasse besteht aus Schülerinnen und Schüler der 1., 2. und 3. Klasse. Jedes Kind hat sein eigenes ein Formati Abschreibheft, wobei die Erstklasskinder andere Lineaturen als die Zweitklasskinder benötigen.

Worin bestand die Aufgabe der Erstklasskinder?

Meine Erstklasskinder erhielten die Aufgabe eine Satzkarte aus der Abschreibbox zu holen und den jeweiligen Satz in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Hierbei sollten sie darauf achten, dass sie die Sätze möglichst eins zu eins in Schönschrift kopieren.

Worin bestand die Aufgabe der Zweitklasskinder?

In der ersten Lektion hatten meine Zweitklasskinder die Aufgabe, möglichst viele Wörter richtig in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Nach jedem abgeschriebenen Wort durften die Kinder quer durch das Klassenzimmer laufen, um sich eine neue Wortkarte aus der Abschreibbox zu holen. Die Abschreibbox habe ich im hinteren Teil des Klassenzimmers platziert. Durch das Hin- und Herlaufen waren die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert und konnten sich zusätzlich zur Abschreibübung bewegen.

In der zweiten Lektion ging es darum, aus den bisher abgeschriebenen Wörtern einen Satz zu bilden. Die Kinder sollten hierbei darauf achten, dass sie alle Satzanfänge und Nomen gross sowie die Verben und Adjektive klein schreiben.

Welche Kompetenzen erlernen die Kinder durch das Abschreibtraining?

Beim Lernen der Buchstaben merken Kinder schnell wie unterschiedlich Buchstaben beim Aussprechen klingen. Beim Buchstaben V unterscheiden wir zwischen Wörtern in denen V als W gesprochen wird und zwischen Wörtern in denen V als F gesprochen wird.

Die Kinder bekamen von mir vorgefertigte Kärtchen auf denen verschiedene Wörter standen. Sie mussten diese in 3er-Gruppen der richtigen Kategorie zuordnen. Dies bereitete den Kindern große Freude und es gab auch ab und zu Unstimmigkeiten beim Zuordnen! 🙂

Abschließend wurden die Wörter in das S.2 Heft übertragen.

 

 

Das Formati Heft s.2 wird in der Klasse als Schulübungsheft verwendet. In meiner 1. Klasse schreiben die Kinder fast täglich etwas in dieses Heft.

In dem Deutschbuch, mit dem im Unterricht hauptsächlich gearbeitet wird, wird der Schwerpunkt auf das Silbenlesen gelegt, somit werden seit Beginn der 1. Klasse alle gelernten Wörter mit Silbenbögen unterteilt. Um außerdem Rechtschreibschwächen vorzubeugen, werden die Kinder von mir angehalten zu kontrollieren, ob in jeder Silbe ein Selbstlaut vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wissen die Kinder sofort: „Hier fehlt ein Buchstabe!“ . Als Hilfe werden alle Selbstlaute mit gelber Farbe markiert.

In dieser Woche beschäftigten wir uns mit den unbestimmten Begleitern „eine“ und „ein“.

Nach dem Arbeiten mit dem Stationenplan, mussten sich die Kinder je drei Wörter mit „eine“ und „ein“ aussuchen und diese selbstständig ins Heft schreiben.

Nach dem Aufschreiben markierten die Kinder die Selbstlaute mit gelbem Buntstift und unterteilten die Wörter mit Hilfe der Silbenbögen.

Wir benutzen die Zeiten im sprachlichen Gebrauch permanent. Nur war dies den Kindern bis vor kurzem eigentlich nicht bewusst bzw. wussten sie nicht wie man das eigentlich benennt.

Gemeinsam erarbeiteten wir die Begriffe Vergangenheit und Gegenwart. Die Zukunft benannten wir nur kurz der Vollständigkeit halber, denn diese Zeit werden wir erst später genauer unter die Lupe nehmen.

An der Tafel machten wir zwei Spalten und lernten so gleich die Abkürzungen. Und dann ging es los:

Jedes Kind bekam zwei Kärtchen und durfte der Reihe nach vorlesen was darauf stand. Dann überlegte das Kind sich dazu einen Satz und ordnete es an der Tafel richtig zu!

Ins Formati s.2 durften sich die Kinder dann 5 Wörter der Vergangenheitsspalte aussuchen und Sätze damit schreiben. Die Hilfslinie des s.2 kommt uns da sehr gelegen, da die Kinder noch so sehr mit der Verarbeitung des Inhalts beschäftigt waren und dadurch trotzdem ein ordentlicher Hefteintrag gelingen konnte.

 

Das Monatsthema im November ist "Wie Menschen wohnen". Alle SchülerInnen der Klasse leben in einer Wohnung. Wenige haben ein eigenes Zimmer. Daran wurde angeknüpft!

Welche Räume gibt es eigentlich in einer Wohnung und was macht man dort bzw was finde ich hier?

Mit Hilfe von einem großen Wimmelbild und mehreren Wimmelbüchern wurden Sprechanlässe geschaffen. Die Kinder unterhielten sich darüber was es bei ihnen gibt und was sie alles in welchem Raum machen können.

Der Wortschatz wurde erweitert und anschließend haben wir Sätze darüber geschrieben was es alles bei uns daheim gibt. Mit Hilfe von einem Plakat konnten die Kinder schwierige Wörter gleich richtig schreiben!

In offenen Lernphasen kombinieren wir gerne verschiedene Lerninhalte.
Hier müssen die Kinder der 2. Schulstufe zuerst die blauen Sätze dem jeweils richtigen Zwerg zuordnen (sinnerfassendes Lesen).
Anschließend werden die Sätze - falls bereits möglich - von der Druckschrift in die Schreibschrift übertragen und ins Formati S.2 eingetragen.

Den Kindern kommt hier beim Abschreiben bzw. beim ersten Übertragen von Druckschrift in Schreibschrift die Dreierlineatur mit den Hilfslinien wieder besonders entgegen.

Weiters erinnert der farbige Rahmen an den Heftseiten die „Zweitklassler“ hier bereits daran, Wörter rechtzeitig abzuteilen oder - falls noch nicht sicher - das Wort in die nächste Zeile zu schreiben. Ein „Hineinschreiben“ in den Rahmen soll möglichst vermieden werden. Beim richtigen Abteilen hilft hier noch die Methode des „Silbenklatschens“.

von Dipl. Päd. Susanne Hofstätter

 

In unserem Unterrichtskonzept ist es uns sehr wichtig, dass bereits von Beginn der Schullaufbahn an Fleiß und zusätzliche Auseinandersetzung mit erlernten Inhalten positiv besetzt wird.

Sehr oft ist es SchülerInnen unserer Generation passiert, dass fleißiges Üben – vor allem ab der Sekundarstufe-  als „Strebertum“ verpönt war.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben wir in unserer Klasse das „Bienenheft“ eingeführt. Bienen sind emsige Tierchen und dieses Verhalten soll auch belohnt werden: Auf  jede geübte Seite bekommen die Kinder einen Bienenstempel. Hat das Kind 5 Seiten geübt, bekommt es dafür auf den Umschlag des Hefts einen Bienen-Aufkleber. Mit diesem Bienen- Aufkleber darf es sich aus der „Bienenkiste“ ein kleines Geschenk (Überraschungseierfigur o.ä.) oder einen Hausübungsgutschein aussuchen.

Die Übungen erstrecken sich von Schwungübungen bei den SchulanfängerInnen über Gedichte zum Auswendiglernen bis hin zu 1x1- und Merkwörterübungen bei den Zweitklasslern.

Die Kinder erleben bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer Schullaufbahn, dass man durch Fleiß und Ehrgeiz so manches kognitive Defizit gut ausgleichen kann.

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von Dipl. Päd. Susanne Hofstätter

Besonderen Spaß macht den Kindern unserer jahrgangsgemischten Klasse der GST1 (link: Jahrgangsmischung) das Spiel „Büro, Büro“.

Dazu gibt es für jede Schulstufe eine Dose mit Lernwörtern (blau: 1. Schst., rot: 2. Schst.).

Nun bestimmen die Mitspieler einen Chef/eine Chefin. Diese/r  diktiert den anderen Mitspielern (Sekretär(inn)en) die Wörter ins Heft S1/S2. Anschließend muss er/sie die Diktate natürlich auch korrigieren. In der nächsten Spielrunde wird gewechselt.

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