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Flächen- und Umfangberechnung verfolgt die Kinder eine Ewigkeit.

Vor einigen Wochen haben wir den Quadratmeter eingeführt. Ich habe dazu 1qm aus Packpapier zurecht geschnitten und auf den Boden geklebt. Meine Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe sich zu überlegen, wie viele Kinder darauf passen.

Zunächst haben sie das Quadrat betrachtet, sie durften alles machen, außer sich natürlich darauf zu stellen. Nachdem alle eine Zahl notiert hatten, folgte die Auflösung. Es stellte sich ein Kind, dann das zweite, dritte, vierte, bis hin zum 12 Kind. So viele Kinder fanden Platz auf der Fläche.

Nach vielen weiteren Übungen zum Flächeninhalt, wollte ich von den Kindern wissen, wie groß in etwa ihre Wohnung ist. Sie sollten ein mal ein Gefühl dafür bekommen, wie viel 60qm, 70qm, 100qm sind.

In einer weiteren Einheit legte ich ihnen Bilder von außergewöhnlichen Wohnungen hin. Knackige Titel, wie zum Beispiel "Ein Traum in Weiß" oder  "Atemberaubender Blick" sollten zum Rechnen motivieren. Auf der Rückseite standen die Längen und Breiten der jeweiligen Räume. Die Kinder rechneten den Flächeninhalt der einzelnen Zimmer und anschließend der ganzen Wohnung. Es war viel zu tun, aber dennoch hatten meine Schülerinnen und Schüler Spaß dabei und verlangten nach mehr Wohnungen.

Versucht ihr auch immer "trockene" Themen möglichst spannend zu gestalten? Mir macht das Arbeiten selber viel mehr Spaß, wenn ich sehe, die Kinder arbeiten gerne. Zum Teil überlege ich mir meine Stunden auch einfach nur für mich 🙂 ist das schlimm?

Hier einige Bilder dazu.

Nun geht es mit Riesenschritten dem Ende des Schuljahres zu.

Alle Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, freuen sich auf die bevorstehenden Ferien.
Jeder will wissen, was der andere in den Sommerferien vor hat? Wohin geht die Reise? Wird es ein Badeurlaub oder doch eine aufregende Zeit am Bauernhof? Vielleicht ein Städtetrip mit vielen Sehenswürdigkeiten? Aber auch Ferien bei den Großeltern können sehr spannend sein.

Um all diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben sich die Kinder gegenseitig interviewt. Ein kurzer Interviewfragebogen oder mehr ein Notizzettel sollte helfen, sich die Antworten zu notieren, um daraufhin einen informativen Text zu verfassen.

Sich Informationen holen, Texte planen, Textentwürfe notieren, Texte strukturieren gehören unter anderem zum Kompetenzbereich des Verfassens von Texten. Viele Schülerinnen und Schüler scheitern gleich am Beginn des Schreibprozesses, weil sie nicht wissen, wie sie starten sollen. Daher ist es immer hilfreich, wenn sie bereits vor dem Schreiben selbst, eine Vorübung - wie hier dem Interviewfragebogen - machen, bevor sie zum Text selbst kommen.

Erster Schritt: Ganz unspektakulär haben die Kinder den Namen ihres Interviewpartners gezogen. Damit wollte ich vermeiden, dass immer dieselben Kinder zusammenarbeiten. Außerdem wäre es sicherlich nicht so spannend gewesen jemanden zu interviewen, den man so gut kennt, dass man eventuell auch weiß, was er/sie für Urlaubspläne hat.

Zweiter Schritt: Die Schülerinnen und Schüler haben sich gegenseitig Fragen gestellt und ihre Antworten auf ihrem Interviewbogen notiert.

Dritter Schritt: Mithilfe der Notizen haben sie anschließend einen kurzen Text verfasst.
Am Ende wurden die Texte laut vorgelesen. So erfuhren wir, wie die anderen – inklusive mir – die Ferien verbringen werden.

Hier einige Beispiele, die wir in unser C2 Heft geschrieben haben.

Interview1-Fragebogen

Interview2 - Fragebogen

Interview3 - Fragebogen

 

Was habt ihr so vor im Sommer?

 

Wünsche euch allen erholsame und aufregende Ferien und noch genügend Kraft für die letzten Tage!
Eure schulinsel

Darf ich vorstellen: Meine Formati Abschreibbox!

Wie wurde die Abschreibbox hergestellt?

Ich habe leere Seiten aus Formati-Heften herausgeschnitten und damit Wort-und Satzkarten erstellt.

Welche Hefte verwende ich im Deutschunterricht?

Ich unterrichte eine 1.-3. Mehrjahrgangsklasse, d.h. meine Klasse besteht aus Schülerinnen und Schüler der 1., 2. und 3. Klasse. Jedes Kind hat sein eigenes ein Formati Abschreibheft, wobei die Erstklasskinder andere Lineaturen als die Zweitklasskinder benötigen.

Worin bestand die Aufgabe der Erstklasskinder?

Meine Erstklasskinder erhielten die Aufgabe eine Satzkarte aus der Abschreibbox zu holen und den jeweiligen Satz in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Hierbei sollten sie darauf achten, dass sie die Sätze möglichst eins zu eins in Schönschrift kopieren.

Worin bestand die Aufgabe der Zweitklasskinder?

In der ersten Lektion hatten meine Zweitklasskinder die Aufgabe, möglichst viele Wörter richtig in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Nach jedem abgeschriebenen Wort durften die Kinder quer durch das Klassenzimmer laufen, um sich eine neue Wortkarte aus der Abschreibbox zu holen. Die Abschreibbox habe ich im hinteren Teil des Klassenzimmers platziert. Durch das Hin- und Herlaufen waren die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert und konnten sich zusätzlich zur Abschreibübung bewegen.

In der zweiten Lektion ging es darum, aus den bisher abgeschriebenen Wörtern einen Satz zu bilden. Die Kinder sollten hierbei darauf achten, dass sie alle Satzanfänge und Nomen gross sowie die Verben und Adjektive klein schreiben.

Welche Kompetenzen erlernen die Kinder durch das Abschreibtraining?

Eine Erlebniserzählung zu schreiben fällt vielen Kindern schwer. Es erleichtert den Schreibprozess aber enorm, wenn sie das Erlebnis auch tatsächlich erlebt haben. Oft sehe ich Angaben, die zwar nett gemeint sind, jedoch, für viele, zu abstrakt dargestellt sind, wie etwa ein Bild, auf dem eine Familie, bepackt mit Rucksäcken, die Spitze eines Berges erreicht und ein kurzer Angabetext, der lautet „Schreibe eine zum Bild passende Erlebniserzählung“. Es gibt Schülerinnen und Schüler, die noch nie mit ihrer Familie wandern waren. Wie sollen sie denn ein Erlebnis nacherzählen, das sie selbst nie erlebt haben?

Es gibt auch Kinder, die sehr talentiert sind und denen Schreiben leicht fällt. Vermutlich ist das so, weil sie viel lesen und auch viel vorgelesen bekommen haben, weil sie einen großen Wortschatz besitzen und sich sprachlich gut ausdrücken können, Kinder, denen Schreiben Spaß macht, die einfach gerne schreiben.

Aber es sollte das Ziel einer Lehrperson sein, allen Kindern Schreiben zu ermöglichen. Daher eignen sich am besten Erlebnisse, die auch tatsächlich passiert sind.

So nahmen wir unseren Kochworkshop als Anlass, eine Erlebniserzählung zu verfassen.

Kochen - essen - schreiben - war unser Motto!

Die Kinder haben so viel erlebt. Angefangen von der Hinfahrt, die Vorfreude und Erwartungen waren groß, denn den Workshop haben wir im Rahmen eines Zeichenwettbewerbs gewonnen. Alle Sinne wurden angeregt. Die Kinder hatten die Möglichkeit selbst Gemüse zu schneiden, einen Teig zu kneten, Äpfel zu schälen und auch eine Tomatensauce zu kochen.

Hier ein paar Eindrücke:

Die verschiedenen Gerüche hatten die Schülerinnen und Schüler noch Tage später in der Nase. Am Ende durften sie auch alles verkosten und aufessen. Die Geschmacksknospen machten Freudensprünge und so erinnerten sich die Kinder ganz genau beim Verfassen des Textes an jedes Detail.

Einige Schülerinnen und Schüler unterstütze ich mit verschiedenen Scaffolding-Methoden

So klappt eine gelungene Erlebniserzählung - und wer noch Unterstützung braucht, hier heißt das Zauberwort "Scaffolding". Mit dem richtigen Gerüst schafft tatsächlich jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen Text zu verfassen. So entwickeln Kinder Freude an Schreiben und sind stolz auf ihre Geschichte, was zu mehr Selbstbewusstein führt. Eine tolle Vorstellung, oder?

Unser Formati-Heft C4 bietet Kindern die Möglichekeit, nach dem Schreiben, auch etwas dazu zu zeichnen.
Das lieben sie - sogar in der 3.Klasse!

Hier ein paar Beispiele unserer Erlebniserzählungen.
Der Kochkurs - Teil 1
Teil  2
Teil 3

 

Kochen leicht gemacht - Teil 1
Teil 2
Teil 3

 

In der Kochstube -  Teil 1
Teil 2

Englisch lernen in der Grundschule ist ein Thema für sich.

Englisch in der Grundschule findet im Rahmen einer verbindlichen Übung statt und ist kein Fach, das benotet wird. Es zeigt sich, dass einerseits die didaktische Herangehensweise
einzelner Lehrkräfte und Schulen stark divergiert, andererseits die oft unterschiedliche Sprachenbiografie der Schülerinnen und Schüler einen differenzierten methodisch-didaktischen Lehr- und individualisierten Lernansatz im Unterricht erfordern. In manchen Klassen findet der Englischunterricht vermehrt und in manchen weniger statt. Es gibt auch keine fixe Stundeneinteilung im Stundenplan und weil auch die Benotung wegfällt, wird Englisch weniger ernst genommen als andere Fächer.  All dies lässt Unterschiede in den Ergebnissen des Fremdsprachenunterrichts während der ersten vier Schuljahre vermuten.
(Quelle: http://www.oesz.at)

Laut dem aktuellen Lehrplan für die verbindliche Übung "Lebende Fremdsprache Englisch" sollen die Schülerinnen und Schüler, ausgehend vom Unterrichtsgeschehen und dem Transfer einfacher Alltagssituationen aus der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Grundschüler, sprachliche Äußerungen anderer verstehen und ermutigt werden, eigene Sprechabsichten mit einfachen sprachlichen Mitteln zu verwirklichen. (vrgl. www.bildung.bmbwf.gv.at)

Darüber hinaus gibt es dann noch die GK4 (= Grundkompetenzen „Lebende Fremdsprache“ 4. Schulstufe). Die GK4 basieren auf dem Kompetenzmodell des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) und des Sprachenportfolios für die Grundschule sowie dem Lehrplan und zeigen, welche Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschule in der Fremdsprache erworben haben.

Ziel ist es, Prinzipien eines kompetenzorientierten GERS-geleiteten Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule zu fördern und den Übergang zur Sekundarstufe zu erleichtern.

Die 5 Fertigkeiten sind Hören/Verstehen, Lesen/Verstehen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen und Schreiben Grundkompetenzen, die zum Kompetenzniveau A1 des GERS hinführen sollen und damit zur Harmonisierung der
Nahtstelle zur Sekundarstufe I beitragen, wo für die 5. Schulstufe laut Lehrplan A1-Niveau angestrebt wird.

Ich beobachte aber immer wieder, dass die ersten vier Fertigkeiten als selbstverständlich genommen werden, jedoch die fünfte Fertigkeit, nämlich Schreiben, oft vernachlässigt wird.

Wenn ich aber sehe, mit welchem Tempo in der 5. Schulstufe weiter gearbeitet wird und welches Grundwissen bereits die erste Schularbeit in Englisch voraussetzt, kann ich nur raten, auch Schreiben vermehrt im Englischunterricht zu integrieren.

Ein Auszug aus den Grundkompetenzen-Katalog im Bereich Schreiben findet ihr hier:

SCHREIBEN

  1. Schreiben fremdsprachiger Wörter und Phrasen im Rahmen der erarbeiteten Themenbereiche.
    a) Kann Wörter und Phrasen abschreiben.
    b) Kann sehr einfache Lückentexte (mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes)  ergänzen.
    c) Kann persönliche Listen aus einem vorgegebenen Wortschatz, z. B. Einkaufslisten,
    TV-Programme, Vorlieben erstellen.
    d) Kann sehr einfache kurze Texte nach Vorgabe von Satzanfängen und vorgegebenem
    Wortschatz schreiben.
  2. Abschreiben und Übertragen sehr einfacher kurzer Sätze im Rahmen der erarbeiteten
    Themenbereiche.
    a) Kann sehr einfache kurze Texte mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes verändern, z. B. Einladungen, Glückwunschkarten, elektronische Nachrichten, Wetterberichte, Personenbeschreibungen, usw.
    b) Kann sehr einfache schriftliche Dialoge mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes
    verändern, z. B. Sprechblasen zu Themen wie Einkaufen, Freizeitgestaltung, Wegbeschreibungen usw.

In der GS I liegt der Fokus in meiner Klasse auf den Grundkompetenzen Hören/Verstehen und an Gesprächen teilnehmen. In der GS II kommen Lesen/Verstehen, zusammenhängendes Sprechen und Schreiben hinzu.

Hierfür verwenden wir die neuen Sprachenhefte von Formati, die sich super dazu eignen den Wortschatz zu erarbeiten und auch passende Phrasen aufzuschreiben. Es liegt an den Schülerinnen und Schüler, wie viel sie dann letztendlich schreiben wollen. Die meisten sind aber sehr stolz darauf, wenn ihnen das gut gelingt und wollen immer mehr!

Ein paar Beispiele folgen (Food & Drinks, Animals, Christmas, Halloween):

Food & Drinks

Animals

Halloween

Christmas

Schülerinnen und Schüler machen anfangs Fehler und müssen sich erst an die Schreibweise gewöhnen. Um das möglich zu machen, müssen sie irgendwann aber damit beginnen. Also geduldig bleiben und einfach weitermachen. Sie kommen dann schnell hinein und entdecken eigene Strategien, wie sie was schreiben, z.B. durch Reimwörter cat - hat - bat oder dog - frog - bog usw. Hier empfehle ich STORY TELLING mit englisch-sprachigen Kinderbüchern, die sich reimen, wie z.B. meinen Favourites Oi frog!, Room On The Broom, The Snail and the Whale) *unbezahlte Werbung

Für Fragen, Anmerkungen, Kritik meldet euch auf Instagram!

Alles Liebe! Eure schulinsel

 

 

 

 

 

Eines der schönsten Bereiche im Deutschunterricht ist für mich das Verfassen von Texten.

Jedes Kind kann Texte verfassen, wenn es die richtige Herangehensweise erfährt.

Kinder sollen von Anfang an die Möglichkeit haben ihre Texte kreativ zu gestalten und vor allem in einem Rahmen zu arbeiten, in der sie keine Angst vor Fehlern haben müssen.

Für mich geht es beim Verfassen von Texten in erster Linie darum, dass Schülerinnen und Schüler Freude am Schreiben entwickeln und sich zutrauen lernen, eigene Texte schreiben zu können.

Von der ersten Klasse an beginnen wir mit Einwortgeschichten. Mehr dazu kannst du im Artikel "Individuelles Lesen und Schreiben lernen" nachlesen.

Meine Schülerinnen und Schüler führen ein separates Geschichtenheft, in das nur eigene Texte hineinkommen. Abschreib-, Rechtschreib- oder Übungen zur Grammatik schreiben die Kinder in ein anderes Formati-Deutschheft.

Die Geschichtenhefte sind etwas Besonderes. Daher sind Verbesserungen meinerseits hier  mit Vorsicht zu genießen. Es gibt keinen roten Stift oder sonst eine Farbe, die in das kleine "Werk" der Kinder eingreift. Zum Entstehungsprozess gehört beim Verfassen von Texten auch das Verbessern dazu. Das bedeutet, dass das Ausbessern während des Schreibens passiert. Kinder "holen" sich von mir Wörter, die sie nicht schreiben können, später - wie zum Beispiel jetzt in der 3. Klasse - arbeiten sie auch mit Wörterbüchern. Ich als Lehrperson darf  Vorschläge zum Ausdruck machen und kleine Hinweise leicht mit Bleistift darüber schreiben, damit das Kind es gleich verbessern und meine Notiz ausradieren kann.

So entstehen wunderbare Texte und zwar im Heft eines jeden Kindes, was klarerweise immer wieder zu Erfolgserlebnissen führt. Die Folge ist, dass Kinder tatsächlich gerne Texte schreiben! Was will man mehr? Rechtschreibung kommt mit ausreichend anderer Übungen mit der Zeit auch.

Beim Verfassen von Texten unterstütze ich Kinder, die sich aufgrund einer anderen Sprache, geringer Erfahrung mit Sprache und Texten oder einfach aufgrund geringerer Begabung beim Schreiben schwer tun, mit der Methode des Scaffoldings.

Das bedeutet, dass ich ihnen Hilfsmittel anbiete, damit sie trotz diverser Barrieren, einen eigenen Text verfassen können.

In den folgenden Beispielen war das Thema "Drei Wünsche", inspiriert von unserem Deutschbuch. Vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit, sprechen die Schülerinnen und Schüler darüber, was sie sich wünschen.Daher schien mir dieser Titel passend.

Die meisten Kinder in meiner Klasse können mittlerweile sehr treffend eine Einleitung, Höhepunkt und Schluss erarbeiten. Einige aber brauchen dabei Unterstützung. Diesen Kindern habe ich einen fertigen Text gegeben, den wir in einer kleinen Gruppe zunächst gelesen haben und besprochen haben. Wer? Wo? Wann? Was passiert?

Anschließend haben wir uns Satzteile farbig markiert, die gleich bleiben dürfen und Teile, die sie verändern sollen, haben wir frei gelassen.

Zu diesen freiwählbaren Satzteilen haben wir viele Möglichkeiten auf Kärtchen aufgeschrieben, die von den Kindern kamen. So mussten sie sie quasi nur wählen und ihre Geschichte "zusammenbauen". Jeder hatte am Ende eine individuelle Geschichte und war glücklich darüber.

Ich schätze die Bemühungen der Kinder sehr in diesen Schreibphasen, daher ist es mir auch wichtig, dass jeder der will, auch die Möglichkeit hat seine/ihre Geschichte vorzulesen. Das lieben meine Schülerinnen und Schüler.

Mit der Zeit sieht man dann bei vielen Kindern die Entwicklung und dass sie immer weniger dieser Hilfsmitteln brauchen. Eine wunderbare Erfahrung auch für mich als Lehrerin 🙂

Schon die letzten drei Wochen runden wir bis zum Umfallen, weil ich möchte, dass meine Schülerinnen und Schüler im Schlaf Rundungsaufgaben lösen können.
Das Runden ist Grundlage für viele weitere Aufgaben im Mathematikunterricht. Außerdem ist es auch im Alltag von Nutzen, z.B. beim Einkaufen und Bezahlen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen vorerst Zahlen auf volle Zehner und Hunderter runden lernen.
Nachdem wir beispielhaft in das Thema eingestiegen sind, warum Runden überhaupt notwendig ist, haben wir verinnerlicht, bei welchen Zahlen AB- und bei welchen AUFgerundet wird.

Weil das nicht für alle gleich so verständlich ist, muss geübt werden.

Ich beharre darauf, dass die Kinder genau arbeiten - mündlich aber auch schriftlich. Das bedeutet, dass ich möchte, dass sie die Stelle, die sie runden müssen, mit einem Punkt markieren und die Stelle, auf die sie schauen müssen, unterstreichen. Wenn sie die Aufgabe mündlich lösen, müssen sie mir das kommunizieren.

Unser Mathematikbuch ist so aufgebaut, dass das Runden mit Balkenmodellen kombiniert ist. Das Formati-Mathematikheft R.4 eignet sich ideal dafür diese Balken zu zeichnen.

Die Aufgabe war die, dass die Schülerinnen und Schüler beim Runden auf Zehner für jeden Zehner ein Kästchen ausmalen und wenn sie auf Hunderter runden für jeden Hunderter ein Kästchen malen. So entsteht ein Balken.

Hier ein paar Heftbeispiele:

Runden, Rundungsaufgaben
Runden auf Hunderter und Zehner Beispiel 1
Runden, Rundungsaufgaben
Runden auf Hunderter und Zehner Beispiel 2

Letztes Jahr haben wir das Formati R.3 verwendet, das größere Kästchen hat. Es war ideal, damit die Kinder lernen, ihre Ziffern ordentlich zu schreiben. Pro Kästchen haben sie eine Ziffer geschrieben.

Heuer habe ich mich bewusst für die Variante mit den kleineren Kästchen, wie sie im Formati R.4 sind, entschieden, da sie dieses Format auch an den weiterführenden Schulen verwenden werden.

Es ist aber sehr hilfreich, dass rundherum trotzdem noch der grüne Formatirahmen ist, da sonst einige Kinder tatsächlich im ersten Kästchen von Links beginnen würden zu schreiben.

Hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in unsere "Rundungseinheiten" geben. Bei Fragen oder Anmerkungen, schreibt mir einfach auf schulinsel.

Liebe Grüße
Eure schulinsel

Zum Schulschluss und auch passend zu unserem Piratenmusical, das wir zum Abschluss der 2. Klasse vorbereitet hatten, haben wir im Bereich Texte verfassen eine Piratengeschichte geschrieben.

Für kreatives Schreiben verwenden wir in der 2. Schulstufe die C1-Formati Hefte. Links befindet sich eine glatte Seite zum Zeichnen und rechts eine Lineatur mit einer Zeilenhöhe von 10 mm, die das Schreiben der Buchstaben in richtiger Höhe erleichtern. Für das nächste Schuljahr habe ich ein anderes Format gewählt. Warum und welches, beschreibe ich in einem anderen Post genauer.

Zurück zu den Piraten. Im Rahmen der Vorbereitung für unser Musicals haben sich die Schülerinnen und Schüler sehr viel Wissen über das Piratenleben angeeignet. An Fantasie zu diesem Thema fehlte es ihnen vermutlich nicht. Sicherlich hätten sie ganz tolle eigene Geschichten verfassen können.

Ich wollte diesmal aber, dass wir uns mit der Textsorte Nacherzählung beschäftigen. Daher habe ich eine Piratengeschichte vorgelesen. Damit das Ganze noch piratenmäßiger wirkt, sind wir diesmal zum Schreiben in den Turnsaal gewandert. Dort stand bereits die Bühne mit unserer Bühnengestaltung für die Aufführung bereit. Das inspirierte so einige Kinder, weil es ja nicht oft vorkommt - oder bisher noch nie, dass sie Geschichten im Turnsaal schreiben durften. Den Text habe ich zwei Mal vorgelesen und anschließend ein paar Fragen dazu gestellt, die die Kinder beantwortet haben.

Danach haben die Schülerinnen und Schüler mit dem Schreiben begonnen. Dafür, dass es unsere erste Nacherzählung war, hat jedes Kind zumindest grob den Inhalt wiedergeben können. Einige haben sich tatsächlich viele Details gemerkt und diese in ihren Geschichten eingebaut.

Hier ein paar Eindrücke unserer Bühnengestaltung, sowie unserer Geschichten. Aaaargh!

 

Hoffe, ihr bekommt auch nun Lust auf Abenteuer und euch packt die Reiselust! Schöne Ferien!

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Grüße, schulinsel

 

Rechnen kann für viele Kinder sehr mühsam sein, für andere wiederum ist es ziemlich easy. Wenn aber den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Mathematik in den verschiedensten Alltagssituationen (wie z.B.: Einkaufen) bewusst gemacht wird und sie die Möglichkeit bekommen die praktische Nutzbarkeit der Mathematik zu erfahren, bekommen sie einen ganz anderen Zugang zum Rechnen und das Ganze wird für alle weniger abstrakter, dafür anschaulicher, klarer und nachvollziehbar.

Vor einigen Tagen haben wir uns mit dem Thema Einkaufen auseinandergesetzt, viele Produktverpackungen gesammelt, beschriftet, Preisschilder gestaltet (Preisvorschläge haben die Kinder von den Eltern eingeholt bzw. wir haben in Prospekten oder im Internet nachgeschaut, wie viel was in etwa kosten könnte) und einen Einkaufsstand in der Klasse aufgestellt, der regelrecht zum Spielen und Rechnen eingeladen hat.

Einkaufsstand 2a

Da wir erst Anfang der 2. Klasse sind, haben wir bisher den ZR 30 gesichert, im ZR 100 rechnen wir mit reinen Zehnern und können uns schon ein wenig auf der 100er Tafel orientieren. Geldbeträge können wir legen, nachzählen, auf 1 Euro ergänzen, aber nicht mit Euro und Cent rechnen (bis auf ein paar Ausnahmen selbstverständlich ? ) Deshalb haben wir als Hilfsmittel Spielgeld in Glasbehälter sortiert. Das sollte uns helfen mit unserem Einkaufsstand zu arbeiten.

Spielgeld in Gläser sortiert

Was alles in dieser Woche noch zum Thema Einkaufen passiert ist, welchen spielerischen Ansatz ich genutzt habe, um Kinder zum forschenden Arbeiten zu bringen, könnt ihr auf Instagram unter @schulinsel nachlesen. Ich beziehe mich hier auf die Erarbeitung im Formati Heft und welchen Arbeitsauftrag die Kinder dazu hatten.

Paarweise sollten sie sich je zwei oder mehrere Produkte vom Einkaufsstand aussuchen, die einzelnen Preise mit dem Spielgeld legen und so auf die Summe der "gekauften" Produkte kommen oder auch schon das Restgeld auszurechnen. Ihre Rechnungen mit Zeichnung haben sie dann in ihr Heft bzw. auf A3 Plakate (später für die Präsentation) übertragen. In der 2. Klasse verwenden wir die Formati R.3 Hefte, weil die Kästchen (nicht wie bei den üblichen karierten Blättern) recht groß und rechteckig sind. So müssen die Schülerinnen und Schüler ihre Ziffern nicht hineinquetschen und können sich leichter orientieren, weil sie für jede Zahl immer nur ein Kästchen verwenden.

Unsere Schreibregeln im Mathematikheft sind folgende:

Hier einige Ausschnitte zum Rechnen mit Geld:

Rechengeschichten zum Thema Einkaufen

Das Rechnen mit reinen Zehnern (Kinder haben mit Euroscheinen bis 100 gerechnet bzw. auf 100 Cent ergänzt), haben wir zusätzlich in einer weiteren Mathematikeinheit so gesichert:

Mathewürfel (gesehen bei @rainbowskycreations)

Die Vorlage habe ich selbst gestaltet, die Idee habe ich von @rainbowskycreations, die übrigens ganz tolle Inspirationen für den Mathematikunterricht haben.

Unter die aufklappbaren Seiten haben die Kinder das Ergebnis geschrieben.

Hoffe, ich konnte euch inspirieren und euch Ideen für euren Mathematikunterricht geben. Wenn die Freude an Zahlen und am Rechnen an erster Stelle steht, werden auch die Schülerinnen und Schüler, die sich i schwer tun, eine positive Assoziation zu Mathematik entwickeln, was wiederum zu Erfolgserlebnissen führen wird.

Wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen oder beim Umsetzen eigener, kreativer Ideen!

Eure schulinsel

 

 

Der Herbst und auch die Zeit rund um das mittlerweile auch in Europa verbreitete Halloweenfest, das mit seinen unheimlichen Bräuchen und Kürbislaternen die Lust am Gruseln aber auch am Kreativsein weckt, bringt viele Schreibanlässe mit sich.

Ich zeige euch, wie ich diese Motivation in meiner 2. Klasse dieses Jahr genutzt habe und möchte auch einen direkten Vergleich zum letzten Jahr aufzeigen, aber auch ein paar Impulse geben, welche Möglichkeiten es gibt, Kinder zum kreativen Schreiben aufzufordern, sodass sie selbst das Bedürfnis verspüren schöpferisch werden zu wollen. Denn die wenigsten nehmen sich selbst vor zu schreiben, sie brauchen das richtige Werkzeug und die notwendige Motivation, um sich zuzutrauen durch das Schreiben andere sehen zu machen (Zitat: Joseph Conrad).

Auch der Deutschlehrplan sieht vor, dass das Verfassen von Texten so zu gestalten ist, dass es persönlichkeitsstärkend und kreativitätsfördernd auf die Schülerinnen und Schüler wirkt.

Letztes Jahr zu dieser Zeit (8. Schulwoche in der ersten Klasse), haben wir mittels einfacher Rhythmusinstrumente eine Halloweenklanggeschichte vertont, gruselige Kreidemonster gemalt und anschließend Lernwörter aus der Geschichte in unsere Formati Hefte geschrieben. Für die Phonem-Graphem-Zuordnung eignet sich das Vertonen von Wörtern auch gut, sodass sich die Schülerinnen und Schüler beim Schreiben leichter getan haben. Das ist so zu verstehen, dass wir den vorhandenen Selbstlauten (bei uns waren es o, u, i -> Tor, Turm, mit), einen Klang zugeordnet haben.

In der ersten Klasse nutze ich für das kreative Schreiben immer ein glattes Heft, weil den Kindern noch die Orientierung fehlt und sie einfach viel „Freiraum“ zum Schreiben brauchen. Die Schrift ist mal riesengroß, dann wieder mäuschenklein. Anfangs ist das in Ordnung so, denn die Freude am Schreiben muss erhalten bleiben, nein, viel mehr muss sie gestärkt und verdoppelt, verdreifacht werden. Das wünsche ich mir für jedes Kind.
Um aber auch das Bewusstsein für die Buchstabengröße zu schaffen und auch die Notwendigkeit des Abstandes zwischen den einzelnen Wörter zu verstehen, denn der Leser soll natürlich nachvollziehen können, was der Autor mitteilen will, verwende ich das Schreibheft S3. Es ist klein, pro Seite hat es sechs Zeilen. Das ist für die Kleinen beim Erstschreiben ausreichend und sie bewahren den Überblick, wie viel sie schreiben sollen. Sehr hilfreich sind auch die dreiteiligen Zeilen. Ich arbeite nach dem Dach-Haus-Keller-Prinzip, was viele von euch kennen werden, um den Kindern verständlich zu machen, dass ein p beispielsweise vom Haus in den Keller geht, ein a nur im Haus steht, ein f aber vom Dach bis in den Keller reicht.
Tipp: Ich weiß, anfangs nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch die Wörter vorzuschreiben. Ich kopiere daher eine leere Seite aus dem Heft, schreibe ein Mal vor und klebe die Streifen genau auf die Linien ein.

S3 - 1.Klasse Halloween

In der zweiten Klasse haben die meisten Kinder kein Problem mehr mit der Orientierung in den Heften, sodass ich auf ein Formati Heft umsteige, das zweiteilige Schreibzeilen hat (Dach=Haus, Keller). Unsere Halloweengeschichten sind im Heft C4 geschrieben. Dieses Modell verwende ich für Kreatives Schreiben. Parallel dazu, für gezielte Übungen aus dem Buch bzw. mit grammatischen Schwerpunkten, nutzen wir die Schreibhefte S4 (auch zweiteilige Zeilenführung). Für Quereinsteiger, die das Schreiben erst erlernen müssen bzw. für Schülerinnen und Schüler, die noch immer eine dreiteilige Liniatur benötigen, gibt es das C-Heft auch mit dreiteiligen Zeilen, das C1. Den anderen Kindern fällt es nicht auf, dass das Kind ein anderes Heft hat und für dieses bestimmte Kind ist es eine Erleichterung.
Das ist der Riesenvorteil an der aufbauenden Lineatur der Formati-Hefte!

Hier nun einige Beispiele für unsere Halloweengeschichten:

C4 - 2.Klasse Halloween

Als Vorübung haben wir aus einem schwarzen Kessel (ein alter schwarzer Topf) Grusel-Wörter gezogen und Sätze gebildet (z.B.: der Kater – Plötzlich springt ein schwarzer Kater aus dem Gebüsch).

Anschließend haben wir eine Reihumgeschichte erzählt. Verschiedene Satzanfänge habe ich in die Mitte des Sitzkreises gelegt. Ein Kind hat einen Satzanfang ausgewählt und mit einem Einleitungssatz  begonnen (Ideen zum Textaufbau Einleitung-Hauptteil-Schluss könnt ihr unter meiner Instagramseite schulinsel nachlesen unter „Textpolizei“), dann folgte das nächste Kind usw. bis wir zu einem Schluss gekommen sind. Auf der Tafel habe ich die Erzählkurve mit „Einleitung, Hauptteil, Schluss“ mitgezeichnet, damit die Kinder wissen, wann sie zum Ende kommen sollen.

Endlich konnten die Kinder mit dem Schreiben beginnen. Ihr glaubt es gar nicht, meine Kinder sprühen dann vor eigenen Ideen und sind sowas von mitteilungsbedürftig 🙂 Das Gefühl ist unglaublich, wenn ich sehe, wie motiviert sie sind. Als Hilfsmittel konnten sie sich einen Ausschnitt eines Satzes nehmen (von zaubereinmaleins), und drumerum sich eine Geschichte ausdenken. Viele Kinder wollen das gar nicht und schreiben ganz allein eine schaurig-schöne Halloweengeschichte.

Was die Korrekturen angeht, ist das Geschichtenheft den Kindern heilig. Es sind ihre Gedanken. Das ist das einzige Heft, indem der "Lehrerstift" keinen Platz hat, denn der Weg ist hier das Ziel, sie sollen gerne schreiben. Beim Schreibprozess weise ich die Kinder auf die Fehler hin, schreibe es auf einen Zettel, wenn notwendig, aber die Korrekturarbeit gehört zum Schreibprozess dazu und die Kinder erledigen das selbst. Wörter, die sie nicht kennen, holen sie sich von mir. Dafür hat jedes kind ein kleines Notizheft. So wird ihnen auch immer wichtiger in den anderen Heften ordentlich zu arbeiten, weil ihnen das "Fehlerfreie" einfach viel zu gut gefällt 🙂

Ich hoffe, dass ihr durch diesen Eintrag auf eigene Ideen für euren Unterricht gekommen seid und freue mich über Rückmeldung, Fragen oder Wünsche, was ihr aus der Praxis gerne sehen würdet.

Schöne und gruselige Herbstferien für alle, die welche haben!

Bis bald!

Eure schulinsel

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