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Nun geht es mit Riesenschritten dem Ende des Schuljahres zu.

Alle Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, freuen sich auf die bevorstehenden Ferien.
Jeder will wissen, was der andere in den Sommerferien vor hat? Wohin geht die Reise? Wird es ein Badeurlaub oder doch eine aufregende Zeit am Bauernhof? Vielleicht ein Städtetrip mit vielen Sehenswürdigkeiten? Aber auch Ferien bei den Großeltern können sehr spannend sein.

Um all diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben sich die Kinder gegenseitig interviewt. Ein kurzer Interviewfragebogen oder mehr ein Notizzettel sollte helfen, sich die Antworten zu notieren, um daraufhin einen informativen Text zu verfassen.

Sich Informationen holen, Texte planen, Textentwürfe notieren, Texte strukturieren gehören unter anderem zum Kompetenzbereich des Verfassens von Texten. Viele Schülerinnen und Schüler scheitern gleich am Beginn des Schreibprozesses, weil sie nicht wissen, wie sie starten sollen. Daher ist es immer hilfreich, wenn sie bereits vor dem Schreiben selbst, eine Vorübung - wie hier dem Interviewfragebogen - machen, bevor sie zum Text selbst kommen.

Erster Schritt: Ganz unspektakulär haben die Kinder den Namen ihres Interviewpartners gezogen. Damit wollte ich vermeiden, dass immer dieselben Kinder zusammenarbeiten. Außerdem wäre es sicherlich nicht so spannend gewesen jemanden zu interviewen, den man so gut kennt, dass man eventuell auch weiß, was er/sie für Urlaubspläne hat.

Zweiter Schritt: Die Schülerinnen und Schüler haben sich gegenseitig Fragen gestellt und ihre Antworten auf ihrem Interviewbogen notiert.

Dritter Schritt: Mithilfe der Notizen haben sie anschließend einen kurzen Text verfasst.
Am Ende wurden die Texte laut vorgelesen. So erfuhren wir, wie die anderen – inklusive mir – die Ferien verbringen werden.

Hier einige Beispiele, die wir in unser C2 Heft geschrieben haben.

Interview1-Fragebogen

Interview2 - Fragebogen

Interview3 - Fragebogen

 

Was habt ihr so vor im Sommer?

 

Wünsche euch allen erholsame und aufregende Ferien und noch genügend Kraft für die letzten Tage!
Eure schulinsel

Darf ich vorstellen: Meine Formati Abschreibbox!

Wie wurde die Abschreibbox hergestellt?

Ich habe leere Seiten aus Formati-Heften herausgeschnitten und damit Wort-und Satzkarten erstellt.

Welche Hefte verwende ich im Deutschunterricht?

Ich unterrichte eine 1.-3. Mehrjahrgangsklasse, d.h. meine Klasse besteht aus Schülerinnen und Schüler der 1., 2. und 3. Klasse. Jedes Kind hat sein eigenes ein Formati Abschreibheft, wobei die Erstklasskinder andere Lineaturen als die Zweitklasskinder benötigen.

Worin bestand die Aufgabe der Erstklasskinder?

Meine Erstklasskinder erhielten die Aufgabe eine Satzkarte aus der Abschreibbox zu holen und den jeweiligen Satz in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Hierbei sollten sie darauf achten, dass sie die Sätze möglichst eins zu eins in Schönschrift kopieren.

Worin bestand die Aufgabe der Zweitklasskinder?

In der ersten Lektion hatten meine Zweitklasskinder die Aufgabe, möglichst viele Wörter richtig in ihr Formati-Heft abzuschreiben. Nach jedem abgeschriebenen Wort durften die Kinder quer durch das Klassenzimmer laufen, um sich eine neue Wortkarte aus der Abschreibbox zu holen. Die Abschreibbox habe ich im hinteren Teil des Klassenzimmers platziert. Durch das Hin- und Herlaufen waren die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert und konnten sich zusätzlich zur Abschreibübung bewegen.

In der zweiten Lektion ging es darum, aus den bisher abgeschriebenen Wörtern einen Satz zu bilden. Die Kinder sollten hierbei darauf achten, dass sie alle Satzanfänge und Nomen gross sowie die Verben und Adjektive klein schreiben.

Welche Kompetenzen erlernen die Kinder durch das Abschreibtraining?

Englisch lernen in der Grundschule ist ein Thema für sich.

Englisch in der Grundschule findet im Rahmen einer verbindlichen Übung statt und ist kein Fach, das benotet wird. Es zeigt sich, dass einerseits die didaktische Herangehensweise
einzelner Lehrkräfte und Schulen stark divergiert, andererseits die oft unterschiedliche Sprachenbiografie der Schülerinnen und Schüler einen differenzierten methodisch-didaktischen Lehr- und individualisierten Lernansatz im Unterricht erfordern. In manchen Klassen findet der Englischunterricht vermehrt und in manchen weniger statt. Es gibt auch keine fixe Stundeneinteilung im Stundenplan und weil auch die Benotung wegfällt, wird Englisch weniger ernst genommen als andere Fächer.  All dies lässt Unterschiede in den Ergebnissen des Fremdsprachenunterrichts während der ersten vier Schuljahre vermuten.
(Quelle: http://www.oesz.at)

Laut dem aktuellen Lehrplan für die verbindliche Übung "Lebende Fremdsprache Englisch" sollen die Schülerinnen und Schüler, ausgehend vom Unterrichtsgeschehen und dem Transfer einfacher Alltagssituationen aus der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Grundschüler, sprachliche Äußerungen anderer verstehen und ermutigt werden, eigene Sprechabsichten mit einfachen sprachlichen Mitteln zu verwirklichen. (vrgl. www.bildung.bmbwf.gv.at)

Darüber hinaus gibt es dann noch die GK4 (= Grundkompetenzen „Lebende Fremdsprache“ 4. Schulstufe). Die GK4 basieren auf dem Kompetenzmodell des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) und des Sprachenportfolios für die Grundschule sowie dem Lehrplan und zeigen, welche Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschule in der Fremdsprache erworben haben.

Ziel ist es, Prinzipien eines kompetenzorientierten GERS-geleiteten Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule zu fördern und den Übergang zur Sekundarstufe zu erleichtern.

Die 5 Fertigkeiten sind Hören/Verstehen, Lesen/Verstehen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen und Schreiben Grundkompetenzen, die zum Kompetenzniveau A1 des GERS hinführen sollen und damit zur Harmonisierung der
Nahtstelle zur Sekundarstufe I beitragen, wo für die 5. Schulstufe laut Lehrplan A1-Niveau angestrebt wird.

Ich beobachte aber immer wieder, dass die ersten vier Fertigkeiten als selbstverständlich genommen werden, jedoch die fünfte Fertigkeit, nämlich Schreiben, oft vernachlässigt wird.

Wenn ich aber sehe, mit welchem Tempo in der 5. Schulstufe weiter gearbeitet wird und welches Grundwissen bereits die erste Schularbeit in Englisch voraussetzt, kann ich nur raten, auch Schreiben vermehrt im Englischunterricht zu integrieren.

Ein Auszug aus den Grundkompetenzen-Katalog im Bereich Schreiben findet ihr hier:

SCHREIBEN

  1. Schreiben fremdsprachiger Wörter und Phrasen im Rahmen der erarbeiteten Themenbereiche.
    a) Kann Wörter und Phrasen abschreiben.
    b) Kann sehr einfache Lückentexte (mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes)  ergänzen.
    c) Kann persönliche Listen aus einem vorgegebenen Wortschatz, z. B. Einkaufslisten,
    TV-Programme, Vorlieben erstellen.
    d) Kann sehr einfache kurze Texte nach Vorgabe von Satzanfängen und vorgegebenem
    Wortschatz schreiben.
  2. Abschreiben und Übertragen sehr einfacher kurzer Sätze im Rahmen der erarbeiteten
    Themenbereiche.
    a) Kann sehr einfache kurze Texte mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes verändern, z. B. Einladungen, Glückwunschkarten, elektronische Nachrichten, Wetterberichte, Personenbeschreibungen, usw.
    b) Kann sehr einfache schriftliche Dialoge mit Hilfe eines vorgegebenen Wortschatzes
    verändern, z. B. Sprechblasen zu Themen wie Einkaufen, Freizeitgestaltung, Wegbeschreibungen usw.

In der GS I liegt der Fokus in meiner Klasse auf den Grundkompetenzen Hören/Verstehen und an Gesprächen teilnehmen. In der GS II kommen Lesen/Verstehen, zusammenhängendes Sprechen und Schreiben hinzu.

Hierfür verwenden wir die neuen Sprachenhefte von Formati, die sich super dazu eignen den Wortschatz zu erarbeiten und auch passende Phrasen aufzuschreiben. Es liegt an den Schülerinnen und Schüler, wie viel sie dann letztendlich schreiben wollen. Die meisten sind aber sehr stolz darauf, wenn ihnen das gut gelingt und wollen immer mehr!

Ein paar Beispiele folgen (Food & Drinks, Animals, Christmas, Halloween):

Food & Drinks

Animals

Halloween

Christmas

Schülerinnen und Schüler machen anfangs Fehler und müssen sich erst an die Schreibweise gewöhnen. Um das möglich zu machen, müssen sie irgendwann aber damit beginnen. Also geduldig bleiben und einfach weitermachen. Sie kommen dann schnell hinein und entdecken eigene Strategien, wie sie was schreiben, z.B. durch Reimwörter cat - hat - bat oder dog - frog - bog usw. Hier empfehle ich STORY TELLING mit englisch-sprachigen Kinderbüchern, die sich reimen, wie z.B. meinen Favourites Oi frog!, Room On The Broom, The Snail and the Whale) *unbezahlte Werbung

Für Fragen, Anmerkungen, Kritik meldet euch auf Instagram!

Alles Liebe! Eure schulinsel

 

 

 

 

 

Zum Schulschluss und auch passend zu unserem Piratenmusical, das wir zum Abschluss der 2. Klasse vorbereitet hatten, haben wir im Bereich Texte verfassen eine Piratengeschichte geschrieben.

Für kreatives Schreiben verwenden wir in der 2. Schulstufe die C1-Formati Hefte. Links befindet sich eine glatte Seite zum Zeichnen und rechts eine Lineatur mit einer Zeilenhöhe von 10 mm, die das Schreiben der Buchstaben in richtiger Höhe erleichtern. Für das nächste Schuljahr habe ich ein anderes Format gewählt. Warum und welches, beschreibe ich in einem anderen Post genauer.

Zurück zu den Piraten. Im Rahmen der Vorbereitung für unser Musicals haben sich die Schülerinnen und Schüler sehr viel Wissen über das Piratenleben angeeignet. An Fantasie zu diesem Thema fehlte es ihnen vermutlich nicht. Sicherlich hätten sie ganz tolle eigene Geschichten verfassen können.

Ich wollte diesmal aber, dass wir uns mit der Textsorte Nacherzählung beschäftigen. Daher habe ich eine Piratengeschichte vorgelesen. Damit das Ganze noch piratenmäßiger wirkt, sind wir diesmal zum Schreiben in den Turnsaal gewandert. Dort stand bereits die Bühne mit unserer Bühnengestaltung für die Aufführung bereit. Das inspirierte so einige Kinder, weil es ja nicht oft vorkommt - oder bisher noch nie, dass sie Geschichten im Turnsaal schreiben durften. Den Text habe ich zwei Mal vorgelesen und anschließend ein paar Fragen dazu gestellt, die die Kinder beantwortet haben.

Danach haben die Schülerinnen und Schüler mit dem Schreiben begonnen. Dafür, dass es unsere erste Nacherzählung war, hat jedes Kind zumindest grob den Inhalt wiedergeben können. Einige haben sich tatsächlich viele Details gemerkt und diese in ihren Geschichten eingebaut.

Hier ein paar Eindrücke unserer Bühnengestaltung, sowie unserer Geschichten. Aaaargh!

 

Hoffe, ihr bekommt auch nun Lust auf Abenteuer und euch packt die Reiselust! Schöne Ferien!

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Grüße, schulinsel

Das Einmaleins in der Grundschule - ein großes Thema in der zweiten Klasse:
Auch bei uns wird fleißig trainiert. Doch bevor die Kinder an das selbstständige Üben gehen, muss die neue Malreihe eingeführt werden.

Das machen wir so:

Einmaleinskette

Einmaleinsfenster

Magnetstreifen von Formati

2er und 5er Reihe Magnetstreifen

Formati R.3. unser Einmaleinsheft

Jetzt geht es los mit dem Arbeiten im Heft. Dazu habe ich Übungen zusammengestellt, die sich immer wiederholen und so den Kindern eine Routine und Sicherheit geben. Die Einmaleinssymbole sind vom Verlag @lernbiene, die Einmaleinsblume vom Blog @sonnigesklassenzimmer.

Hier ein paar Heftbeispiele:

Erarbeitung im Heft: Malsätzchenblume

Einmaleinsturm, Einmaleinshaus, Null-Stopp-Schild, Malsätzchen

Wichtig ist es mir, dass wir die Null-Rechnung nicht vergessen!!!!

In den nächsten Tagen arbeiten die Kinder mit dem Material aus den Einmaleinsladen (beim @Pagro gekauft) und in ihrer Einmaleinsmappe (ebenfalls vom Lernbiene-Verlag)

Einmaleinsladen vom Pagro; Einmaleinsschatzkiste für Überprüfungen

Material für selbstständiges Einmaleinstraining

Für Zwischendurch: Malreihe nach Wahl

Die Malreihe nach Wahl lieben sie, weil es so aufgebaut ist wie die "Zahl des Tages", die ihr vielleicht schon auf @schulinsel gesehen habt. Das tolle ist, dass die Kinder sich etwas selbst aussuchen können - das kommt immer gut an und sie hier auch viel "träumen" können, weil es eigentlich auch eine Malarbeit ist. Das ist Zwischendurch auch in Ordnung, wenn die Kinder sonst gut mitarbeiten.

Einmaleinsmappe vom Lernbiene-Verlag

Nach einigen Übungsstunden können die Kinder aus der Einmaleinsschatzkiste sich selbst überprüfen und ihre Ergebnisse mit der Einmaleinstafel selbst kontrollieren.

Einmaleinsschatzkiste

Einmaleinsbrett zum Drücken

Einmaleins-Rolltafel

Wenn sie sich bereit und sicher bei einer Malreihe fühlen, können sie sich einen Einmaleinspass holen. Erstens lassen sie sich von einer/m Mitschülerin/Mitschüler prüfen. Dieser muss unterschreiben, dass das geprüfte Kind auch alle Malreihen richtig hatte. Danach prüfen die Eltern und unterschreiben, anschließend kommt das Kind zur "Prüfung" zu mir.

Einmaleins-Pass

Wenn alle Malreihen bestanden sind, dann erhält das Kind eine Urkunde mit einem kleinen Klammerstern als Belohnung. Diese verwenden meine Kinder sehr gerne, um sich die Hausübung zu markieren, daher denke ich, dass sie sich darüber freuen.

Einmaleins-Urkunde

Das war´s von der schulinsel - ihr habt sicher noch mehr Ideen. Vielleicht können wir uns ja auf Instagram weiter austauschen.

Lieben Gruß, eure schulinsel

 

 

Der Herbst und auch die Zeit rund um das mittlerweile auch in Europa verbreitete Halloweenfest, das mit seinen unheimlichen Bräuchen und Kürbislaternen die Lust am Gruseln aber auch am Kreativsein weckt, bringt viele Schreibanlässe mit sich.

Ich zeige euch, wie ich diese Motivation in meiner 2. Klasse dieses Jahr genutzt habe und möchte auch einen direkten Vergleich zum letzten Jahr aufzeigen, aber auch ein paar Impulse geben, welche Möglichkeiten es gibt, Kinder zum kreativen Schreiben aufzufordern, sodass sie selbst das Bedürfnis verspüren schöpferisch werden zu wollen. Denn die wenigsten nehmen sich selbst vor zu schreiben, sie brauchen das richtige Werkzeug und die notwendige Motivation, um sich zuzutrauen durch das Schreiben andere sehen zu machen (Zitat: Joseph Conrad).

Auch der Deutschlehrplan sieht vor, dass das Verfassen von Texten so zu gestalten ist, dass es persönlichkeitsstärkend und kreativitätsfördernd auf die Schülerinnen und Schüler wirkt.

Letztes Jahr zu dieser Zeit (8. Schulwoche in der ersten Klasse), haben wir mittels einfacher Rhythmusinstrumente eine Halloweenklanggeschichte vertont, gruselige Kreidemonster gemalt und anschließend Lernwörter aus der Geschichte in unsere Formati Hefte geschrieben. Für die Phonem-Graphem-Zuordnung eignet sich das Vertonen von Wörtern auch gut, sodass sich die Schülerinnen und Schüler beim Schreiben leichter getan haben. Das ist so zu verstehen, dass wir den vorhandenen Selbstlauten (bei uns waren es o, u, i -> Tor, Turm, mit), einen Klang zugeordnet haben.

In der ersten Klasse nutze ich für das kreative Schreiben immer ein glattes Heft, weil den Kindern noch die Orientierung fehlt und sie einfach viel „Freiraum“ zum Schreiben brauchen. Die Schrift ist mal riesengroß, dann wieder mäuschenklein. Anfangs ist das in Ordnung so, denn die Freude am Schreiben muss erhalten bleiben, nein, viel mehr muss sie gestärkt und verdoppelt, verdreifacht werden. Das wünsche ich mir für jedes Kind.
Um aber auch das Bewusstsein für die Buchstabengröße zu schaffen und auch die Notwendigkeit des Abstandes zwischen den einzelnen Wörter zu verstehen, denn der Leser soll natürlich nachvollziehen können, was der Autor mitteilen will, verwende ich das Schreibheft S3. Es ist klein, pro Seite hat es sechs Zeilen. Das ist für die Kleinen beim Erstschreiben ausreichend und sie bewahren den Überblick, wie viel sie schreiben sollen. Sehr hilfreich sind auch die dreiteiligen Zeilen. Ich arbeite nach dem Dach-Haus-Keller-Prinzip, was viele von euch kennen werden, um den Kindern verständlich zu machen, dass ein p beispielsweise vom Haus in den Keller geht, ein a nur im Haus steht, ein f aber vom Dach bis in den Keller reicht.
Tipp: Ich weiß, anfangs nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch die Wörter vorzuschreiben. Ich kopiere daher eine leere Seite aus dem Heft, schreibe ein Mal vor und klebe die Streifen genau auf die Linien ein.

S3 - 1.Klasse Halloween

In der zweiten Klasse haben die meisten Kinder kein Problem mehr mit der Orientierung in den Heften, sodass ich auf ein Formati Heft umsteige, das zweiteilige Schreibzeilen hat (Dach=Haus, Keller). Unsere Halloweengeschichten sind im Heft C4 geschrieben. Dieses Modell verwende ich für Kreatives Schreiben. Parallel dazu, für gezielte Übungen aus dem Buch bzw. mit grammatischen Schwerpunkten, nutzen wir die Schreibhefte S4 (auch zweiteilige Zeilenführung). Für Quereinsteiger, die das Schreiben erst erlernen müssen bzw. für Schülerinnen und Schüler, die noch immer eine dreiteilige Liniatur benötigen, gibt es das C-Heft auch mit dreiteiligen Zeilen, das C1. Den anderen Kindern fällt es nicht auf, dass das Kind ein anderes Heft hat und für dieses bestimmte Kind ist es eine Erleichterung.
Das ist der Riesenvorteil an der aufbauenden Lineatur der Formati-Hefte!

Hier nun einige Beispiele für unsere Halloweengeschichten:

C4 - 2.Klasse Halloween

Als Vorübung haben wir aus einem schwarzen Kessel (ein alter schwarzer Topf) Grusel-Wörter gezogen und Sätze gebildet (z.B.: der Kater – Plötzlich springt ein schwarzer Kater aus dem Gebüsch).

Anschließend haben wir eine Reihumgeschichte erzählt. Verschiedene Satzanfänge habe ich in die Mitte des Sitzkreises gelegt. Ein Kind hat einen Satzanfang ausgewählt und mit einem Einleitungssatz  begonnen (Ideen zum Textaufbau Einleitung-Hauptteil-Schluss könnt ihr unter meiner Instagramseite schulinsel nachlesen unter „Textpolizei“), dann folgte das nächste Kind usw. bis wir zu einem Schluss gekommen sind. Auf der Tafel habe ich die Erzählkurve mit „Einleitung, Hauptteil, Schluss“ mitgezeichnet, damit die Kinder wissen, wann sie zum Ende kommen sollen.

Endlich konnten die Kinder mit dem Schreiben beginnen. Ihr glaubt es gar nicht, meine Kinder sprühen dann vor eigenen Ideen und sind sowas von mitteilungsbedürftig 🙂 Das Gefühl ist unglaublich, wenn ich sehe, wie motiviert sie sind. Als Hilfsmittel konnten sie sich einen Ausschnitt eines Satzes nehmen (von zaubereinmaleins), und drumerum sich eine Geschichte ausdenken. Viele Kinder wollen das gar nicht und schreiben ganz allein eine schaurig-schöne Halloweengeschichte.

Was die Korrekturen angeht, ist das Geschichtenheft den Kindern heilig. Es sind ihre Gedanken. Das ist das einzige Heft, indem der "Lehrerstift" keinen Platz hat, denn der Weg ist hier das Ziel, sie sollen gerne schreiben. Beim Schreibprozess weise ich die Kinder auf die Fehler hin, schreibe es auf einen Zettel, wenn notwendig, aber die Korrekturarbeit gehört zum Schreibprozess dazu und die Kinder erledigen das selbst. Wörter, die sie nicht kennen, holen sie sich von mir. Dafür hat jedes kind ein kleines Notizheft. So wird ihnen auch immer wichtiger in den anderen Heften ordentlich zu arbeiten, weil ihnen das "Fehlerfreie" einfach viel zu gut gefällt 🙂

Ich hoffe, dass ihr durch diesen Eintrag auf eigene Ideen für euren Unterricht gekommen seid und freue mich über Rückmeldung, Fragen oder Wünsche, was ihr aus der Praxis gerne sehen würdet.

Schöne und gruselige Herbstferien für alle, die welche haben!

Bis bald!

Eure schulinsel

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