Ursus® Formati Logo

Bitte zum Kindersprechtag!

Geschrieben von: Kathrin Schrott

Wie habt ihr heuer den Elternsprechtag abgewickelt? Telefonisch? Per Video? Oder ist er ausgefallen?

Gerade wenn ein neues Schuljahr angelaufen ist oder nach den ersten Leistungsfeststellungen ist die Kommunikation zwischen Lehrperson und Eltern so wichtig, doch Corona macht uns da heuer einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. "Keine schulfremden Personen im Gebäude!" so lautet der Aushang an den Schultoren aktuell.

Was also tun, um dennoch Feedback zu geben?

Warum dreht ihr nicht einfach den Spieß um und veranstaltet anstelle eines Elternsprechtags einen Kindersprechtag?
Die Schülerinnen und Schüler sind greifbar - es ist also keine zusätzliche Kontaktperson involviert und hey: SIE sind es schließlich, um die es geht!

Was meint ihr, wie stolz eure Schützlinge sein werden, wenn ihr zu einem Gespräch auf Augenhöhe bittet und sie vielleicht sogar in einer Angelegenheit um ihre Meinung fragt?
Der Start ins neue Jahr ist ein guter Zeitpunkt für ein Resümee, wir haben dafür ein kindgerechtes Gesprächsprotokoll für euch vorbereitet, das ihr hier einfach downloaden und ausdrucken könnt.

Das Klassenzimmer wird zum Büro

Reserviert euch eine Woche lang jeweils die letzten Minuten einer Einheit für ein bestimmtes Kind und bittet es zum "Mitarbeitergespräch".
Schafft dabei einen Hauch von Bürosetting am Lehrerpult: Einen Platz gegenüber anbieten, eine förmlichere Begrüßung und dann geht los nach einem fixen Meeting-Plan:

  • Was ist der Anlass der Besprechung?
  • Was sind die Inhalte und Themen, die besprochen werden sollen?
  • Welche  Entscheidungen sollten getroffen werden?

 

Wichtig ist, dass beide Gesprächspartner gleichermaßen ihre Beobachtungen, Sorgen oder Wünsche ansprechen - am besten werden diese in Stichworten notiert. Ein solches "Gesprächsprotokoll" verleiht dem Ganzen einen offiziellen Touch - zumal es am Ende auch vom Kind unterschrieben wird. So könnt ihr zum Abschluss eine Vereinbarung treffen und diese "vertraglich" festhalten, diese könnte in etwas so klingen:

"Ich bemühe mich, leserlicher zu schreiben"
"Ich lasse meine Schulkollegen in Ruhe zu Ende arbeiten, auch wenn ich schon fertig bin"
"Ich warte auf das Signal, bevor ich aus der Klasse gehe"

Wesentlich dabei ist, dass die Formulierung vom Kind selbst kommt und es das Fazit des Gesprächs auch selbst auf dem Protokoll vermerkt - schließlich "bürgt" es mit seiner Unterschrift für die Einhaltung dieser Vereinbarung.

 

Wir sind gespannt, wie eure kleinen Mitarbeiter auf diesen Perspektivenwechsel eingehen und welche Vereinbarungen ihr trefft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Formati® Suche

Folge uns

@ Format Werk GmbH, 2020, All rights reserved.
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram